Die Kirschen blühn!

Das erste Kirschprodukt des Jahres sind die Knospen des noch kahlen Baumes. Sie können getrocknet und bei Bedarf zerstoßen und zu Tee aufgebrüht werden, oder man setzt sie in Alkohol oder Öl an und stellt einen Auszug her. Für einen Auszug nach der Lehre der Gemmotherapie würde man eine Mischung aus Wasser, Alkohol und Glycerin als Auszugsmittel verwenden. Das Einsatzgebiet der Kirschenknospen umfasst die Anregung und Stärkung der Niere, Linderung bei Husten, Arthritis und anderen Entzündungen (auch die der Mundschleimhaut), die Ausleitung überschüssiger Harnsäure aus dem Blut und den Schutz der Zellen vor Oxidation.

Jetzt im Frühling folgen Blüten und junge Blätter, aus denen ein gerbstoffhaltiger (und somit adstringierender), entzündungshemmender Tee zubereitet werden kann. Oder ein Zahnpulver, ebenfalls adstringierend und entzündungshemmend. Und das geht so:

1. Einige frische Wildkirsch-Blüten oder -Knospen und 1 Teelöffel Birkenzucker (letzterer killt nachweislich Karies) und 1 Messerspitze Salz.Zahnpulver2_40

2. Fein mit einander vermörsern.Zahnpulver3_40

3. Um das Ganze ein wenig milder zu machen, kommt noch 1 Teelöffel Schlämmkreide dazu. (gibts in der Apotheke)Zahnpulver4

4. Nochmal durchmörsern – fertig! Ein Zahnpulver, das das Zahnfleisch nährt und kräftigt, entzündungs- und karieshemmend wirkt.Zahnpulver5_40

In einen verschließbaren Tiegel füllen und bei jedem Zähneputzen eine kleine Menge davon in die Hand und von dort in den Mund befördern. Und nicht enttäuscht sein, dass es nicht schäumt! Immerhin sind keine Chemikalien drin, außer die aus der Natur. ;DD

Über Gerit

Ich bin in der Steiermark geboren, habe in Wien Ernährungswissenschaften mit Schwerpunkt Ernährungsökologie studiert und lebe mit Mann und Hund im Wienerwald. Meine Lieblingsthemen sind essbare Wildpflanzen und Heil- bzw. Vitalpilze. Zu den Pilzen habe ich in Winterthur (Schweiz) eine Fortbildung zur Mykotherapeutin absolviert sowie in der Salzburger Akademie für Naturheilkunde die Schulung zur "Mykomolekularen Fachberaterin". In Fachbeiträgen, Kursen und Vorträgen gebe ich dieses Wissen regelmäßig weiter - immer vor dem Hintergrund der menschlichen Ernährung im Wandel der Zeit. Dabei ist mein Ziel nicht die schlichte Wissensvermittlung, sondern das Weitergeben der Faszination für die Funktionen unseres Körpers, für die Pflanzenwelt vor unserer Nase und für das teils verloren gegangene Wissen um die Bedeutung der Natur und natürlicher Nahrung für unsere körperliche und seelische Gesundheit.
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