National Mushroom Day

Wer es am 26. September verabsäumt hat, den europäischen „Tag des Pilzes“ zu begehen, hatte heute nochmal die Chance und konnte mit den Briten feiern. In Großbritannien ist nämlich der 15. Oktober der „National Mushroom Day“! Das ist tatsächlich kurios, weil das Vereinigte Königreich als Paradebeispiel für Mykophobie gilt. Sprich: „Die Briten“ sind bekannt dafür, dass sie um Pilze in jeglicher Form einen großen Bogen machen. (Ausnahme ist natürlich das Ale, das es ohne Hefepilze gar nicht gäbe) So gesehen ist der britische Mushroom Day eine wichtige Sache, um den Pilzen Englands zu einem besseren Image zu verhelfen. 

Andererseits tut man den Briten damit vielleicht unrecht, und das Ganze ist nur ein Klischee. Wie auch immer: Auf nationaltoday.com wird zum heutigen Jahrestag kräftig Stimmung gemacht für die ‚Shrooms oder Fungi, wie sie auf Englisch heißen. Man bekommt Anregungen, wie man diesen Tag gebührend feiern kann, und man erfährt, dass es einen Pilz gibt, der wie Hühnchen schmeckt. (meine Leserinnen und Leser wissen das ja schon ;D) Oder dass Champignons und Portobello-Pilze dasselbe sind, nur in verschiedenen Entwicklungsstadien. Und dass Blitze eine reiche Pilz-Ernte begünstigen – ein Phänomen, das erst vor einem halben Jahr wissenschaftlich erklärt werden konnte.

Einige weitere Vorzüge von Pilzen werden recht unterhaltsam aufgezeigt, nur einer nicht: die Heilwirkung. Noch immer ist kaum bekannt, dass sogar der gemeine Champignon – egal ob als weißer Champignon oder als Portobello – einen Gesundheitsnutzen an den Tag legt, der über den reinen Nährstoffgehalt weit hinaus geht. Um bei den Champignons zu bleiben: Getrocknete Champignons, mit Salz im Mörser verrieben, pflegen als Gurgelmittel die Mundschleimhaut und beugen Infektionen vor.

In meinem Büchlein ist den Champignons ein überlanges Kapitel gewidmet, mit zwei Kochrezepten und zwei Zubereitungen für die Hausapotheke. Genug Stoff, um in Zukunft alle möglichen Pilz-Tage des Jahres zu feiern, nationale, internationale oder weltweite!
Mahlzeit!

Über Gerit

Ich bin in der Steiermark geboren, habe in Wien Ernährungswissenschaften mit Schwerpunkt Ernährungsökologie studiert und lebe mit Mann und Hund im Wienerwald. Meine Lieblingsthemen sind essbare Wildpflanzen und Heil- bzw. Vitalpilze. Zu den Pilzen habe ich in Winterthur (Schweiz) eine Fortbildung zur Mykotherapeutin absolviert sowie in der Salzburger Akademie für Naturheilkunde die Schulung zur "Mykomolekularen Fachberaterin". In Fachbeiträgen, Kursen und Vorträgen gebe ich dieses Wissen regelmäßig weiter - immer vor dem Hintergrund der menschlichen Ernährung im Wandel der Zeit. Dabei ist mein Ziel nicht die schlichte Wissensvermittlung, sondern das Weitergeben der Faszination für die Funktionen unseres Körpers, für die Pflanzenwelt vor unserer Nase und für das teils verloren gegangene Wissen um die Bedeutung der Natur und natürlicher Nahrung für unsere körperliche und seelische Gesundheit.
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