Wo liegt der Rapunzelgarten?

Beruflich bin ich das Ernährungsbüro Gerit Fischer.
Privat bin ich lieber privat und im Netz nicht zu finden.

In der Mitte zwischen beiden liegt der Rapunzelgarten. Er ist meine Spielwiese für die Überschneidungen zwischen beruflich und privat, hier tobe ich mich aus mit allem, was mich fachlich interessiert, aber nicht in mein berufliches Angebot passt bzw. was mich persönlich interessiert – und doch nicht zu persönlich ist für die Öffentlichkeit.

Der Rapunzelgarten ist fiktiv; Anfragen zur Besichtigung muss ich daher leider abweisen!
Ich freue mich aber über Besuche hier im Blog und über gedanklichen Austausch!

Bis bald,
Gerit

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Die Kirschen blühn!

Das erste Kirschprodukt des Jahres sind die Knospen des noch kahlen Baumes. Sie können getrocknet und bei Bedarf zerstoßen und zu Tee aufgebrüht werden, oder man setzt sie in Alkohol oder Öl an und stellt einen Auszug her. Für einen Auszug nach der Lehre der Gemmotherapie würde man eine Mischung aus Wasser, Alkohol und Glycerin als Auszugsmittel verwenden. Das Einsatzgebiet der Kirschenknospen umfasst die Anregung und Stärkung der Niere, Linderung bei Husten, Arthritis und anderen Entzündungen (auch die der Mundschleimhaut), die Ausleitung überschüssiger Harnsäure aus dem Blut und den Schutz der Zellen vor Oxidation.

Jetzt im Frühling folgen Blüten und junge Blätter, aus denen ein gerbstoffhaltiger (und somit adstringierender), entzündungshemmender Tee zubereitet werden kann. Oder ein Zahnpulver, ebenfalls adstringierend und entzündungshemmend. Und das geht so:

1. Einige frische Wildkirsch-Blüten oder -Knospen und 1 Teelöffel Birkenzucker (letzterer killt nachweislich Karies) und 1 Messerspitze Salz.Zahnpulver2_40

2. Fein mit einander vermörsern.Zahnpulver3_40

3. Um das Ganze ein wenig milder zu machen, kommt noch 1 Teelöffel Schlämmkreide dazu. (gibts in der Apotheke)Zahnpulver4

4. Nochmal durchmörsern – fertig! Ein Zahnpulver, das das Zahnfleisch nährt und kräftigt, entzündungs- und karieshemmend wirkt.Zahnpulver5_40

In einen verschließbaren Tiegel füllen und bei jedem Zähneputzen eine kleine Menge davon in die Hand und von dort in den Mund befördern. Und nicht enttäuscht sein, dass es nicht schäumt! Immerhin sind keine Chemikalien drin, außer die aus der Natur. ;DD

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Es wächst, es wächst!!

Latest News aus dem Garten …….! Diesmal ein Beitrag von unserem Food Coop-Blog.

Food Coop Wienerwald

Schönen sonnigen Vorfrühlings-Morgen!

Die besten Lebensmittel gibt es natürlich bei uns in der Food Coop, aber die allerbesten kann man jetzt schon im Garten oder beim Spazierengehen finden. Hier in unserer Gegend aktuell ganz oben auf der Speisekarte:

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  • Bärlauch: Jeder kennt ihn, (fast?) alle lieben ihn, und manche kaufen ihn lieber im Geschäft. Zu respekteinflößend sind seine Doppelgänger, als dass man ein Risiko eingehen will. Einfacher Tipp: Schau auf die Stiele! Beim Bärlauch hat jedes Blatt seinen eigenen, und der ist kantig. Genauer 2-kantig, eine links, eine rechts, dazwischen eine kleine Rinne. (Maiglöckchen haben einen gemeinsamen, runden Stiel, und die Herbstzeitlosen haben gar keinen.) Sein durchschlagender Gesundheitswert ist legendär, angeblich fressen ihn sogar die Bären nach dem Winterschlaf, um die Verdauung wieder zu aktivieren. Wie Knoblauch tötet er Krankheitserreger ab (Harnwegs- und Atemwegsinfekte!), und er hat einen senkenden Einfluss auf erhöhte Cholesterinwerte. Zur Verwendung gibt es beim Bärlauch…

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Happy Birthday, Food Coop Wienerwald!

Kaum zu glauben, unsere kleine Food Coop ist schon 1 Jahr alt!!! Und ich kann sagen: Je ne regrette rien! 😀

Food Coop Wienerwald

1 Jahr Food Coop Wienerwald …
das war 1 Jahr intensives Gestalten, fröhliches Improvisieren, Frust und Freude, viel Arbeit, immer wieder neue Menschen und neue Welten kennen lernen, und natürlich:
1 Jahr so bodenständig, nachhaltig, köstlich und hochwertig essen, wie es nicht vielen Menschen möglich ist! Auch wenn noch nicht alles rund läuft – unsere Food Coop bietet uns Möglichkeiten, von denen viele nur träumen können. Und als angenehme Nebenwirkung dürfen wir uns rühmen, zur Erhaltung (klein)bäuerlicher Strukturen in diesem Land beizutragen, zum Schutz von Wasser und Boden, von ökologischer und kulinarischer Vielfalt. Ein HOCH auf unsere Food Coop! 😀

Kommt und feiert mit uns am 22. November, es sind alle herzlich willkommen!

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Kürbis-Kartoffel-Maroni-Curry. Zur Erdung des Bäuchleins im Herbst.

Danke, Clara, für diesen herrlichen Herbst-Eintopf, den ich inzwischen schon einige Male gekocht habe. 😀

Food Coop Wienerwald

Der Herbst lädt zum Kochen ein. Man muss sich nur die leuchtenden Orange-Gelb-Töne der Blätter an den Bäumen ansehen … Da fällt einem gleich der Kürbis ein. Nicht nur schnitzen kann man ihn, sondern auch essen – es gibt unzählige Geschmacksrichtungen und Formen. Die gute alte Kartoffel ist vor allem in den kalten Wintermonaten nicht wegzudenken, und unsere Nachbarn in Südtirol sorgen dafür, dass die Edelkastanie nicht in Vergessenheit gerät. Deshalb gibt es jetzt dieses feine Rezept für euch!

Kürbis-Kartoffel-Maroni Curry (4 Pers.)Kürbis - anastase-maragos-nvODILueiO0-unsplash_10

  • 1 Tasse rote oder weiße Bohnen (getrocknet)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 EL gutes Öl
  • 400 g Maroni
  • ½ kg Kürbis (besonders gut passen Butternuss oder Hokkaido)
  • 1 kg Erdäpfel
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • Gewürze: Mutterkümmel (Kreuzkümmel), Koriander, Kurkuma, Bockshornklee, Senfkörner gelb, Salbei, Fenchel, Paprika edelsüß, Salz, frischer Ingwer, Lorbeerblätter, Rosmarin … oder schlicht die Gewürzmischung „Curry süß“ von einer österreichischen Biomarke
  1. Bohnen über Nacht in Wasser…

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5 Kräuter – 5 Joiks

15. 6. 2019, 14 – 18 h WIRD AM 14. SEPTEMBER WIEDERHOLT!
Referentinnen: Maria Kapelari, Gerit Fischer
Ort:
Steinhofgründe Wien, Treffpunkt Feuerwache am Steinhof, Johann Staud Straße 75
Anfahrt: Bus 46A und 46B, Haltestelle Feuerwache am Steinhof
Beitrag: € 48 (für Tauschkreis-Mitglieder € 24 + 2 Stunden)
Anmeldung: 0699 11 37 57 11 (Gerit) oder 0680 133 65 45 (Maria)

Kräutersammeln – eine Mischung aus Wahrnehmung, Intuition und Wissen. 5 Pflanzen erhalten in diesen Stunden unsere volle Aufmerksamkeit.

Joik –  der intuitive Gesang der Samen Nordeuropas. Wir treten mit den Pflanzen in Beziehung, erkunden ihr Wesen intuitiv und drücken dieses innere Erleben stimmlich aus.

daiga-ellaby-354483-unsplash_AusschnittKräuter beim Sammeln zu besingen, ist eine uralte Praxis – auch in unseren Breiten. In der wunderschönen Landschaft der Steinhofgründe durchstreifen wir die Wiesen, schauen, spüren, singen, kosten, lachen und lernen, verbinden uns mit denselben Nahrungs- und Heilpflanzen, die schon unsere Urahn/innen besprochen und besungen haben. Gleichzeitig erfahren wir so manches über das Sammeln, die Wirkung und Verwendung der Pflanzen.

Ein Erlebnis für alle, die sich für Stimme, Natur, Kräuter, Intuition, altes Kulturgut, Ernährung und Gesundheit interessieren.

mitbringen: wettergemäße Kleidung, ggf. Sonnenschutz, geländegängige Schuhe, Trinkwasser

Bei Regen, Sturm oder Schneefall kann die Führung kurzfristig abgesagt werden. Im Zweifelsfall bitte eine Stunde vor Beginn der Führung telefonisch nachfragen.

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Scharfmacher im Grünen

Und weiter gehts mit den Scharfstoffen, die für die Wildkräuter des Frühlings so typisch sind. Zwei Kandidaten sind jetzt gerade prominent: der Bärlauch (schon seit Wochen) und die Zwiebelzahnwurz (erscheint jetzt gerade am Waldboden).

Diesen Sonntag, am 17. März um 14 h, mache ich zu diesem Thema eine Kräuterwanderung, Treffpunkt wieder beim Bahnhof Unterpurkersdorf.

Die Zwiebelzahnwurz ist hier im Wienerwald besonders verbreitet. Und dennoch ist sie praktisch unbekannt! Dabei schmeckt sie genauso fein wie Kresse, mit der sie auch verwandt ist. Noch viel mehr Wissenswertes zur Zwiebelzahnwurz findet ihr in meinem Beitrag vom vorigen Frühling. UND natürlich bei der Wanderung am Sonntag! 😀

Weitere scharfe Frühlingskräuter: Hirtentäschel, Wiesenschaumkraut, Brunnenkresse, Knoblauchrauke, Barbarakresse, und später noch die Pfeilkresse. Die Schärfe des Bärlauch (wie auch von Zwiebel, Porree und Knoblauch) und aller oben genannten Kresseartigen beruht auf schwefelhaltigen ätherischen Ölen. Diese flüchtigen Substanzen regen die Leber- und Gallentätigkeit an und wirken antibiotisch. Letzteres macht die ganze scharfe Sippschaft interessant bei Entzündungen der Harn- und auch der Atemwege.

Um den Bärlauch kommen wir heuer natürlich noch lange nicht herum. Diesen Sonntag besuchen wir einen Bärlauch-Flecken und besprechen die Form der Blätter, wie sie in der Hand liegen, der Glanz der Blattober- und -unterseite, den speziellen Schwung des Bärlauchblattes im Vergleich zu den giftigen Doppelgängern und andere „greifbare“ Eigenschaften, die den Bärlauch eigentlich unverwechselbar machen. Es geht doch nichts über geschärfte Sinne, und der scharfe Bärlauch kann uns hier ein guter Lehrmeister sein! 🙂

Allfälliges weiteres Essbares nehmen wir wieder so im Vorbeigehn mit! 🙂 Und hier das Organisatorische:

Ort: beim Bahnhof Unterpurkersdorf
Uhrzeit: Sonntag, 17.3.2019, 14:00
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Eintritt: € 12 (für Tauschis 1 Stunde)
Infos & Anmeldung: 0699 11 37 57 11, gerit@gerit-fischer.at

Zur Einstimmung folgen ein paar Fotos zur Unterscheidung der Zwiebelzahnwurz (= ZZW) vom giftigen Buschwindröschen (= BWR)! Die Streber/innen unter euch können sich hier also schon mal vor-bilden. 🙂
Liebe Grüße & hoffentlich bis Sonntag!
Gerit

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Schön & scharf

Das Kräuterjahr beginnt in gewohnter Schärfe, mit Bärlauch, Wiesen- und sonstigen Schaumkräutern, Hirtentäschel und allem was da sonst noch kommen mag. Eine Schärfe, die von innen her wirkt und Keime in Lunge und Harnwegen bekämpft.

Wildkräuter-Wanderungen Knospen&Bärlauch

Noch vor den Kräutern werden die Knospen der Gehölze im Inneren grün, sie werden schon im ausgehenden Winter saftig und prall. (und noch vor den Gehölzen gibts natürlich die Winterpilze …) Diese mystische „Grünkraft“ wirkt durch ihre Enzyme, Pflanzenhormone, ihren Reichtum an Vitaminen und unzähligen anderen Nährstoffen. Sie sind in den äußerst stoffwechselaktiven Triebspitzen nicht nur hoch konzentriert, sondern auch gut zugänglich, weil die jungen Zellen noch dünne Zellwände haben.

Du bist was du isst! Drum ziehen wir gleich diesen Samstag los und schauen uns das alles genau an, damit es dann keine Verwechslungen gibt.
Ich möchte mit euch ein Bärlauch-Fleckchen besuchen, um eure Wahrnehmung auf den Wald-Knofel einzuschwören. Wir besprechen die möglichen Doppelgänger, die ausgerechnet beim beliebten Bärlauch wirklich giftig sind.
Und wir schauen uns die Baumknospen an, bevor sie aufplatzen und der wilde Frühling losbricht.

Ort: beim Bahnhof Unterpurkersdorf
Uhrzeit: Samstag, 9.3.2019, 14:30 – 16 h
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Eintritt: € 12 (für Tauschis 1 Stunde)
Infos & Anmeldung: 0699 11 37 57 11, gerit@gerit-fischer.at

Ich freu mich schon! 🙂
Liebe Grüße,
Gerit

P.S.: Hier eine kleine Vorschau!

PP.S.: Die Führung ist nicht zum Sammeln gedacht! Zum Anschauen genügen die Kräuter am Wegesrand. Appetitliche Plätzchen, wo wir Pflanzen zum Kosten finden, gibt es natürlich auch.

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Experiment Fermentation

Diese Galerie enthält 4 Fotos.

Ursprünglich veröffentlicht auf Food Coop Wienerwald:
Gemeinsam mit einigen anderen in unserer Food Coop habe ich mich einem „solidarischen Landwirtschaftsbetrieb“ angeschlossen, der uns bei jedem Treffen mit unseren Ernte-Anteilen beliefert. Bauer Rudi Hoheneder hat unsere Abnahmegarantie und bekommt…

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Grand Opening! :D

Food Coop Flyer 20. Oktober.jpg

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Das Reich der Pilze – Speisepilz, Giftpilz, Heilpilz

Langsam neigt sich die Kräutersammelsaison ihrem Ende zu, und die Pilze treten wieder in den Vordergrund. Wir begrüßen sie mit einer Pilz-Exkursion hier bei uns in Gablitz. Gleich unten ein Text zu den Inhalten.

Treffpunkt Exkursion: Donnerstag, 11. 10. 2018, 17:00
Friedhof Gablitz (oberer, kleiner Parkplatz)
Dauer ca. 1,5 Stunden.
Bei Fragen gerne mich anrufen: 0699 11 37 57 11

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An den Pilzen scheiden sich die Geister. Die einen lieben sie, die anderen ekeln sich davor, und viele fürchten sie. Pilze sind Lebensmittel, Heilmittel und Todbringer, Krankheitserreger und Kultobjekt. Als Magic Mushrooms, Krötenstuhl und Hexen-Flugmittel versprechen sie fantastische Höhenflüge – die schnell zum Verhängnis werden können.

Die Referentin Gerit Fischer präsentiert die Pilze aus dem Blickwinkel der Ernährungsökologin: zum einen als Nahrung, zum anderen als Teil des Ökosystems. Als Nahrung für uns Menschen wurden Pilze lange unterschätzt, bis sie von der Wellness-Wirtschaft als Nahrungsergänzungsmittel, ja sogar als Superfood entdeckt wurden. Ihr ökologischer Wert ist der einer Gesundheitspolizei, doch er geht noch weit darüber hinaus.

Die Mykotherapeutin und Vitalpilz-Fachberaterin bietet auch Einblick in die Möglichkeiten des Heilens mit Pilzen, der Krankheitsprävention und der vorsorglichen Konstitutionsstärkung. Auch wenn das uralte Wissen Europas über Speise- und Baumpilze großteils verloren gegangen ist, bieten die Traditionen anderer Kulturen – etwa im Baltikum, in Russland, in Fernost und Mittelamerika – Orientierung. Die moderne Forschung insbesondere in Japan, China und den USA untermauert diese Traditionen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Die Beschäftigung mit Pilzen ist ein Kurs in Achtsamkeit. Wer sich darauf einlässt und oft in den Wald geht, kann sich sogar ein Stück weit selbst versorgen, denn sie wachsen auch in unseren Wäldern, wo sie von Pflanzen und Tieren leben und umgekehrt den Tieren als Nähr- und Heilmittel dienen.

Im Rahmen dieser kleinen Expedition werden Pilze aufgespürt, die man ansonsten nie bemerkt und denen man ihr Potential kaum ansieht, Pilze verschiedenster Form und Größe. Vermutlich werden Sie sie danach mit ganz anderen Augen sehen.

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